SV Eintracht Stuttgart
26.03.2012 Kreisliga A, Staffel 3 | 1. Mannschaft Kreisliga
Eintracht baut mit Arbeitssieg die Tabellenführung aus
SV Eintracht Stuttgart - FV Germania Degerloch 1:0 (1:0)
Wenn man diese Spiele gewinnt….dann wird man Meister, so zumindest die landläufige Meinung. So weit wollen die Verantwortlichen bei der Eintracht noch nicht gehen, doch der 1:0-Arbeitssieg gegen die Germania zeigte deutlich, dass der SVE auf einem guten Weg ist.

- Spielbericht von SV Eintracht Stuttgart
Bei herrlichen Frühlings-Temperaturen und Sonnenschein traf die Eintracht auf den Nachbarn Germania. Ein Waldau-Derby mit Tradition, das merkte man auch am guten Zuschauerzuspruch. Die Hausherren starteten wie die Feuerwehr in die Partie, wollten keine Zweifel an ihrer Favoritenstellung aufkommen lassen. Gleich der erste gut strukturierte Angriff des Spiels brachte die frühe Führung für die Eintracht. Aus der Abwehr heraus wurde kurz aufgebaut, Kimmel schlug einen überragenden Diagonalball in die Schnittstelle, Spielertrainer Göktas entwischte seinen Gegenspielern und schob überlegt mit links ins lange Eck – 1:0 für die Eintracht-Adler (3.). Doch die Gäste von Germania waren keineswegs gewillt, nur den Zuschauer zu geben. In der 8. Minute sendeten sie ein erstes offensives Lebenzeichen, doch der Schuss des Angreifers aus ca. acht Metern zischte knapp über die Latte. Keine Minute später hatte Ziogas für die Eintracht das 2:0 auf dem Kopf, doch sein Aufsetzer nach Ecke von Reichert wurde vom Torspieler der Gäste mit einer Glanzparade über die Querlatte gelenkt (9.). Wiederum nur zwei Minuten später setzte Altinsoy mit einer schönen Flanke Yildiz in Szene, doch der Seitfallzieher des Routiniers landete in den Armen des starken Gästekeepers (11.).
Nach der äußerst schwungvollen Anfangsphase verflachte die Partie etwas, beide Mannschaften wollten keine Fehler machen und agierten vorsichtig. Beinahe hätte ein verunglückter Abschlag von Ziogas zum Ausgleich geführt, doch Kimmel war hellwach und rettete in Not (16.). Heller, der in der Innenverteidigung der Hausherren den gesperrten Abwehrchef Rosende vertrat, leistete sich kurz darauf einen weiteren Schnitzer. Sein Pass wurde abgefangen und der Stürmer der Gäste marschierte alleine auf Conradt im SVE-Tor zu, doch der Oldie blieb im 1-gegen-1 Sieger (19.). Die Gäste merkten nun endgültig, dass hier heute etwas zu holen war und wurden immer frecher. Torraumszenen blieben jedoch zunächst Mangelware. Der Eintracht-Motor stotterte und Germania konnte mit ihrem Ballbesitz wenig anfangen, so spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Lediglich Gents Schuss neben den rechten Pfosten (30.) war noch vor dem Halbzeitpfiff zu notieren.
Eintracht nutzt die Chancen nicht
Nach der Pause überließen die Hausherren der Germania lange Zeit das Zepter. Vor allem im Mittelfeld fanden die Adler keinen Zugriff und gingen zu zögerlich zu Werke, so dass Germania das Spiel zeitweise kontrollieren konnte. Allerdings waren die Gäste nach vorne viel zu harmlos, um für wirkliche Torgefahr zu sorgen. Bezeichnend, dass die beste Gelegenheit der Gäste aus einem Fernschuss resultierte, den Conradt nur abklatschen konnte (60.). Doch Kimmel war da und klärte den Ball vor dem heran rauschenden Stürmer ins Aus. Die Eintracht eroberte sich erst gegen Ende des Spiels wieder mehr Spielanteile, kam dann aber auch gleich wieder zu guten Möglichkeiten. So etwa in der 67. Minute, als Kimmel Göktas bediente, dessen Schuss jedoch im letzten Moment abgeblockt wurde. Die Schlussphase der Begegnung gehörte dann wieder komplett den Hausherren. Alleine Göktas hätte in den letzten zehn Minuten drei Tore nachlegen können, doch erst schoss er dem Keeper in die Arme (82.), dann klärte der Germania-Torspieler mit einem tollen Reflex seinen Kopfball (84.) nach einer Reichert-Ecke, und kurz vor Schluss schaffte es der Spielertrainer der Eintracht nicht, eine Freistoß-Vorlage von Gent aus zwei Metern im Tor unterzubringen (89.). So endete das Spiel mit dem zwar knappen, aber nicht unverdienten 1:0 für die Eintracht. Durch den Sieg ist die Eintracht diese Saison weiter sportlich ungeschlagen und aufgrund der Niederlage von Rohr II in Musberg konnte man den Vorspung auf die Verfolger auf acht Punkte ausbauen.
Es spielten:
Conradt, Tatar, Ziogas, Heller (60. Kalaitzidis), Kimmel, Gent, S. Reichert, Altinsoy, M. Reichert, Göktas, Yildiz (65. Russo)
Tor:
1:0 Göktas (3.)




